Der Tagesverlauf
Der Verbrauch steigt morgens, sinkt mittags und erreicht am frühen Abend die nächste Spitze, wenn die Menschen nach Hause kommen und die Solarerzeugung nachlässt. In Deutschland ist die Mittagszeit wegen des großen Photovoltaik-Ausbaus von Frühjahr bis Herbst inzwischen oft die günstigste Tageszeit. Im Winter ist meist die Nacht am günstigsten.
Durchschnittspreis nach Uhrzeit
Mittlerer Day-Ahead-Preis je Stunde des Tages (Ortszeit) in den letzten 90 Tagen sowie das günstigste und das teuerste Drei-Stunden-Fenster je Gebotszone.
In den letzten 90 Tagen war Strom in Deutschland zwischen 12:00 und 15:00 Uhr am günstigsten (im Mittel 55,23 €/MWh) und zwischen 19:00 und 22:00 Uhr am teuersten (213,89 €/MWh). Am Wochenende kostete er im Schnitt 45,56 €/MWh weniger als an Werktagen.
| Gebotszone | Günstigste 3 h | Teuerste 3 h | Abstand €/MWh |
|---|---|---|---|
| 12:00–15:00 | 19:00–22:00 | 159 | |
| 12:00–15:00 | 19:00–22:00 | 159 | |
| 12:00–15:00 | 19:00–22:00 | 144 | |
| 12:00–15:00 | 18:00–21:00 | 144 | |
| 12:00–15:00 | 19:00–22:00 | 111 |
Amtliche Day-Ahead-Preise der europäischen Marktkopplung: bis September 2025 stündlich, seit Oktober 2025 je Viertelstunde. Auswertung: eigene Berechnung.
Wochenende, Feiertage und Jahreszeiten
Am Wochenende und an Feiertagen ist Strom günstiger, weil Büros und Industrie weniger verbrauchen. Das Mittagstief ist von April bis August am ausgeprägtesten; im Winter ist die Abendspitze höher und die Nacht vergleichsweise günstig.
Netzentgelte können das günstigste Zeitfenster verschieben
Was Sie zahlen, hängt auch vom Netzentgelt ab. Für steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG gibt es in Deutschland seit April 2025 zeitvariable Netzentgelte mit günstigen Niedertarif-Zeiten und einem Hochtarif am Abend. In Österreich gilt von April bis September zwischen 10 und 16 Uhr ein ermäßigter Sommer-Arbeitspreis beim Netznutzungsentgelt.